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Wie Sie die Generation Y richtig führen

4 Minuten Lesezeit - von Dr. Jessica Lange

Haben Sie Mitglieder aus der Generation Y in Ihrem Team? Dann wird Ihnen wahrscheinlich schon aufgefallen sein, dass diese manchmal irgendwie „anders“ sind. Wobei „anders“ durchaus in alle Richtungen gedeutet wird:

  • unzuverlässig, weil die Bereitschaft besteht, den Arbeitgeber häufiger zu wechseln,
  • faul, weil der Freizeit ein hoher Stellenwert eingeräumt wird,
  • flexibel, weil Änderungen erwünscht sind und schnell umgesetzt werden
  • selbstbewusst, weil Anforderungen offen gestellt werden und die Mitglieder sich ihres Wertes auf dem Arbeitsmarkt bewusst sind
  • sinnsuchend und selbstverwirklichend, weil sie durch ihre Arbeit etwas Sinnvolles schaffen wollen
  • innovativ, weil sie gerne Neues probieren

Aber genug, es gibt schon haufenweise Artikel dazu, wer oder was die Generation Y ist. Damit will ich Sie nicht langweilen und dazu haben Sie bestimmt schon genug gelesen. Viel interessanter ist doch, wie man diese „besondere“ Generation nun richtig führen kann.

Was erwartet ein Arbeitnehmer der Generation Y von seinem Vorgesetzten, also von Ihnen?

Eine starke Vision schafft Sinn

Zuerst mal Motivation und Wertschätzung. Diese können Sie für Ihre Teammitglieder der Generation Y am besten durch Werte und Visionen transportieren. Vision? Damit geht man doch zum Arzt? Nicht zwingend. Eine Vision ist ein langfristiges positives Zukunftsbild. Sie zeigt eine Richtung auf, gibt damit Orientierung und schafft Sinn. Sinn ist etwas, das von der Generation Y gesucht wird. Sie wollen einen Nutzen in ihrer täglichen Arbeit erkennen und etwas Sinnvolles schaffen. Eine Vision kann helfen, diesen Nutzen transparent zu machen. Dies kann die Bindung und Zufriedenheit gerade Ihrer Teammitglieder der Generation Y erhöhen, freut aber sicherlich auch alle anderen in Ihrem Team.

Werte verbinden

Und Werte? Werte zeigen, ob wir zusammenpassen. Gemeinsame, geteilte Werte vermitteln uns ein Zugehörigkeitsgefühl. Wir ziehen an einem Strang und schauen dabei in die gleiche Richtung. Diese Arbeitsfamilie wird oft von der Generation gesucht. Arbeit gehört zum Leben und zur Lebenszeit und soll dann bitte auch Freude machen. Gemeinsame Werte können Ihnen also helfen, auch die ungebundenen und flexiblen Mitarbeiter der Generation Y langfristig zu binden und zu besonderen Leistungen zu motivieren.

Werteschätzung durch konkretes Lob

Und wo ist nun die Wertschätzung? Hoffentlich jeden Tag da bei Ihnen im Team. Motivation kann nur durch Wertschätzung funktionieren. Wenn ich mich nicht anerkannt fühle, warum sollte ich dann mehr als nötig machen und mich einsetzen? Schätzen Sie die Arbeitsergebnisse Ihres Teams. Lassen Sie jeden wissen, dass er einen Mehrwert für das Unternehmen leistet und vor allem auch konkret welchen. Lob ist gut, konkretes Lob ist besser.

Weiterentwicklung

Das nächste, was sich Arbeitnehmer der Generation Y wünschen, ist Weiterentwicklung. Diese Generation hat verstanden, dass sich die Welt da draußen stetig wandert und man nur mit eigener Weiterentwicklung mithalten kann. Diese Weiterentwicklung sollte aber nicht vorgeschrieben werden. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, was sie sich wünschen, wo sie hinwollen. Seien Sie eher Coach und Mentor bei der Laufbahnentwicklung, entdecken Sie gemeinsam wohin die Reise geht.

Work-Life-Balance

Der dritte Wunsch – denn ein Djinn gewährt ja auch drei – ist eine andere Balance von Arbeit und Freizeit. Work Life Balance ist derzeit ein absolutes Modewort. Obwohl es eigentlich gar nicht, um einen Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit geht, sondern eher um die sinnstiftende Integration der Arbeit ins Leben generell. Work Life Integration würde es also eher treffen. Notwendig sind dazu eine hohe Flexibilität von Ihnen als Vorgesetzter. Seien Sie offen für neue flexible Arbeitsformen wie Homeoffice, Sabbaticals oder lebensphasenorientiertes Arbeiten. Oft lässt sich dadurch mittels höherer Produktivität sogar ein Mehr an Leistung bei einem gleichzeitigen Mehr an Zufriedenheit erreichen. Warum also nicht mal im möglichen Rahmen ausprobieren? Fragen Sie doch mal Ihr Team dazu, welche Ideen es dazu hat und für umsetzbar hält.

Hierarchiedenken vermeiden

Und was sollten Sie bei der Generation Y lieber lassen? Geradezu allergisch reagieren viele Vertreter der Generation Y auf starres Hierarchiedenken. Leistung sollte unabhängig von Stellung, Alter oder Betriebszugehörigkeit Wertschätzung erfahren. Feedback sollte in alle Richtungen möglich sein. Weiterbildung sollte für jeden möglich sein und nicht nur für bestimmte Ränge oder Dienstalter.

Fazit

Alles klar? Schon Ideen für Ihren konkreten Führungsalltag gehabt? Dann kann es ja losgehen! Vielleicht mit einer Testphase von TeamPilot? 😀

Dr. Jessica Lange über TeamPilot
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Dr. Jessica Lange (TeamPilot Beraternetzwerk)